Eltern-Kind-Gruppen

Die Periode der Frühen Kindheit hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Studien und Konzepte wurden erstellt, Strategien und Inhalte entwickelt.

Die Bildungsbiografie eines Menschen beginnt nach neuen Erkennissen in der Schwangerschaft. Kinder und ihre Familien stehen im Zentrum der Aktivitäten in der Frühen Kindheit. Die Übergänge z.B. von der Vorschulzeit in den Kindergarten hat grosse Bedeutung. Die Familien müssen Beziehungen und Rollen überdenken. «Doing Family» ist das aktuelle Stichwort.

Es ist eine öffentliche Aufgabe, allen Kindern Zugang zu qualitativ hochwertigen Angeboten zu ermöglichen und ihre Eltern in ihrer anspruchsvollen Erziehungsaufgabe unterstützt werden.

  • Die Politik der Frühen Kindheit schafft Rahmenbedingungen,  damit Angebote von hoher Qualität entstehen, die für alle erschwinglich sind.
  • Sie orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Bezugspersonen.
  • Die Politik der frühen Kindheit hilft, Familie und Beruf besser zu vereinbaren und sorgt für gerechtere Chancen beim Eintritt in den Kindergarten.

(Auszug "Politik der Frühen Kindheit, Schweizerische UNESCO-Kommission)


Allgemeine Informationen

Niederschwellige Angebote:

Eltern-Kind-Gruppe

Eltern-Kind-Gruppen schliessen mit ihren Begegnungs- und Austauschangeboten sowie durch die Vernetzung der Angebote der Frühen Kindheit im Sozialraum eine Lücke zwischen den kostenlosen Angeboten der Mütter- und 
Väterberatung und dem Eintritt der Kinder in den Kindergarten und die Schule.

Eltern-Kind-Gruppen tragen zu einer gesunden Entwicklung der Kinder und zur Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz bei.

 

  • Kinder erhalten eine anregende Spielumgebung und Kontakte mit  Gleichaltrigen.
  • Die begleitenden Erwachsenen vernetzen sich, tauschen sich aus und werden in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. 
  • Die Bildungschancen von Kindern aus belasteten Familien können verbessert werden, indem die Familien durch vertraute Personen in der Muttersprache aktiv angesprochen und mehrmals zu den niederschwelligen Treffen und anschliessend beim Übergang von der Eltern-Kind-Gruppe in die Kita resp. Spielgruppen begleitet werden.

Familienzentren und der Mütter- und Väterberatung kommt eine wichtige, koordinierende und motivierende Rolle zu, auch wenn es darum geht, individuelle Begleit- und Beratungsangebote zu finden.

Merkmale niederschwelliger Angebote

  • Angebote finden an Orten statt, die Eltern bereits aufsuchen
  • Fachpersonen orientieren sich an der Lebenswelt der Eltern und haben ihr Vertrauen
  • Verwendung einer einfachen Sprache, Bildsprache, Gegenstände, Symbole
  • lose, unverbindliche Treffen
  • Angebote mit hohem Kommunikations- und Freizeitwert, erlebnisreich
  • flexiblel, kreativ
  • lockere Atmosphäre
  • Angebot von kleinen Speisen und Getränken, kostenlos oder günstig.
  • Mitbestimmung der Inhalte und Ausrichtung der Treffen

Quelle: nah dran, Familienbildung und Familienzentren

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Berichte aus der Praxis

Ein Blick ins ElternCafé der ElternLehre

Eltern-Kind-Gruppen im Kanton Fribourg

Education Familiale bietet seit Jahren Angebote in den Arztpraxen, in der Geburtabteilung im Einkausfzentrum usw. an.

«Wer es schaft, seinem 2-jährigen Kind Grenzen zu setzen, wird das auch können, wenn es 15 Jahre alt ist.»
Cristina Tattarletti,  «Education Familiale», Fribourg

Lesen Sie einen Bericht zum Angebot

Die ElternKind-Cafés der ElternLehre

Einfach vorbeikommen und im Café andere Eltern und Kinder treffen, Unterstützung und Wissen tanken (siehe Bild).

Im ElternKind-Café willkommen sind Mütter- und Väter mit Kindern von 0 – 5 Jahren. Einmal im Monat können sie Fragen über Erziehung, Familienalltag, Betreuung, Schule und mehr stellen und Antworten mit praktischen Tipps von Fachleuten der ElternLehre erhalten. Darüber hinaus können sie Café/Tee trinken und sich mit anderen Eltern austauschen. Für die Kinder steht in dieser Zeit ein Spiel- und Bastelangebot bereit.

Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die ElternKind-Cafés werden von zertifizierten Kursleitende ElternLehre® mit Erfahrung in Erwachsenenbildung, Beratung und Pädagogik geleitet. Zudem werden sie von erfahrenen Spielgruppenleiterinnen unterstützt.

Anreize schaffen

Im Zentrum des Eltern-Kind-Cafés steht ein grosser Werktisch mit einer Vielfalt an unstrukturierten Materialien. Mit Dingen aus der Natur, mit Farbe, mit Stoff und mit Schere, Papier und Leim können Kinder ihrer Neugier und Kreativität freien Lauf lassen. Beim Basteln und Gestalten haben Kinder die Gelegenheit, Eindrücke, Fantasie und Wünsche zu verwirk-lichen. Sie können ihre Geschicklichkeit erproben und haben Freude daran zu sehen, wie unter ihren Händen Neues entsteht. Sie sind stolz auf Ihre Arbeit und sie spüren, dass eigenständiges, kreatives Arbeiten stark und zufrieden macht.

Lustige Spiele, kecke Reime und witzige Lieder regen sowohl die Kinder als auch Mamas, Papas, Grosseltern etc. zum fröhlichen Mittun an.

Die Treffinsel - fachlich begleitete Eltern-Kind-Treffs für Eltern mit Kindern von 0 - 4 Jahren

Seit Juni 2020 werden in Zug und Cham neu, fachlich begleitete Eltern-Kind-Treffs angeboten.

Während ihrer zehnjährigen Tätigkeit als Mütter- und Väterberaterinnen in den Kantonen Zug und Aargau haben die Initiantinnen festgestellt,  dass Eltern Orte schätzen, an denen sie sich mit jungen Kindern  unkompliziert treffen, verweilen und kreativ spielen können. Dabei soll eine fachliche Begleitung möglich sein. Das Angebot orientiert sich an der ElternLehre und der MegaMarie..

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Hilfreiche Links und Publikationen

Informationen 

Empfehlungen von Elternbildung CH und dem Schweizerischen Fachverband Mütter- und Väterberatung, 2016

Zu den Empfehlungen