Wissenschaftliche Grundlagen

Übersicht: Wissen rund um Erziehung und Frühe Förderung

Die folgenden Fachtexte zu verschiedenen Wissensbereichen rund um Erziehung und Frühe Förderung stehen allen Interessierten zur Verfügung, die sich in der Bildungsarbeit mit Eltern engagieren wie Eltern-Kind-Gruppenleitenden, Kita- und Spielgruppen-Leitenden, Femmes-/Männer-Tische Moderator/innen, DaZ-Lehrpersonen, Kindergarten- und Lehrpersonen sowie Eltern.

Sie bieten wertvolle Hintergrund-Informationen zur kindlichen Entwicklung und den Umgang mit Kindern.

Die Inhalte wurden durch das Marie Meierhofer Institut für das Kind MMI im Auftrag des Migros-Kulturprozentes für die Website conTAKT-kind.ch erstellt. 

Die Texte wurden 2012 erstellt. Wir werden sie, wenn nötig aktualisieren.

 

Bewegung

Bewegung ist für das Leben von grundlegender Bedeutung und für das gesunde Heranwachsen eines Kindes unerlässlich. Doch welche Umgebung braucht es dazu, was sind die Folgen von zu wenig Bewegung, welchen Beitrag kann die Schule dazu leisten, und was ist eigentlich ADHS? Antworten dazu finden Sie im folgenden Text.

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Unterstützung der Eltern

Es ist für Eltern unmöglich, die Verantwortung für das Wohle ihrer Kinder alleine zu tragen. Vielmehr brauchen Eltern eine Umgebung, die die Gesellschaft kinderfreundlich gestalten will. In der Schweiz existiert eine grosse Palette von Angeboten, die für Eltern, Kinder und Familien Unterstützung bieten. Eine wertvolle Quelle für die verschiedenen Angebote ist dabei das Internet.

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Kommunikation und Sprache

Über Kommunikation entwickeln wir Menschen unsere Identität und erhalten Rückmeldungen zu unserem Verhalten. Kommunikation geschieht dabei verbal über die Sprache wie auch non-verbal und birgt immer auch das Potential von Missverständnissen. Kinder haben naturgemäss grosses Interesse daran, Sprache(n) zu lernen, auftretende Sprachschwierigkeiten sollten wenn möglich früh angegangen werden. Nicht zuletzt kommt der Sprache auch grosse integrative Bedeutung zu.

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Konfliktkultur statt Aggressivität und Gewalt

Im Grundsatz sind Konflikte Ausdruck eines lebendigen Miteinanders. Auch in Familien sind Konflikte normal, da unterschiedliche Bedürfnisse in Einklang gebracht werden müssen. Gerade für Kinder ist wichtig, den richtigen Umgang mit Konflikten von den Eltern zu lernen. Wichtig ist immer, sich Zeit zu nehmen, Konflikte zu klären, bevor es zur Eskalation wie zum Beispiel zu häuslicher Gewalt kommt.

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Hausaufgaben und Lernen

Lernen umfasst komplexe innere Prozesse, da im Gehirn laufend neue Strukturen aufgebaut werden. Dabei gibt es unterschiedliche Formen, wie Lernstoff aufgenommen und im Gedächtnis aufgebaut wird. Hausaufgaben in der Schule sollen einerseits das vertiefte Üben ermöglichen und andererseits das Kind darin fördern, selbständig zu arbeiten. Ob ein Kind in der Schule erfolgreich ist hängt letztlich von verschiedenen Einflüssen ab.

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Kinderrechte

Mit der 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention verpflichteten sich bis heute über 190 Regierungen, Überleben, Würde, Förderung und Schutz der Kinder in ihrem Land zu garantieren. Davor hatten Kinder keine eigenen Rechte, sondern wurden durch Eltern oder Vormund vertreten. Die von der UNO formulierten Kinderrechte basieren auf den drei Pfeilern Schutz, Förderung und Beteiligung. Dabei kann aus entwicklungspsychologischer Sicht gesagt werden, dass gerade Beteiligung ein Kind stärkt.

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Schule

Kinder haben in der Schweiz das Recht auf Zugang zu Bildungsstätten von der Grund- bis zur Hochschule, wobei in jedem Kanton differenzierte Lehrpläne bestehen, welche die Vermittlung von Schulwissen, aufgeteilt in verschiedene Schulfächer garantieren. Viele Kinder gehen anfänglich gerne in die Schule und die Lehrpersonen werden gerade von jüngeren Kindern als wichtige Bezugspersonen wahrgenommen. Wichtig ist während der gesamten Schulzeit das Engagement der Eltern und die damit verbundene Kooperation zwischen Lehrpersonen und Erziehungsberechtigten.

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Erziehung

Lange lag der Fokus der Erziehung darauf, dass Kinder sich in die Gesellschaft einordnen und gehorchen. Heute legen wir hingegen viel mehr Wert darauf, ein Kind in seinen individuellen Stärken zu fördern. Erziehung ist mehr als Regeln setzen, Erziehung soll Kindern einen guten Boden für das Leben schaffen und Orientierung geben. Diese Aufgabe stellt letztlich jeden und jede vor grosse Herausforderungen und temporäre Schwierigkeiten sind dabei normal.

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Meilensteine der Entwicklung

Von ihrer Geburt an entwickeln sich Kinder in rasantem Tempo und durchlaufen bis zum Erwachsenenalter viele Veränderungen. Die verschiedenen Entwicklungsschritte und Altersstufen vom Säuglingsalter bis zur Pubertät stellen ein Kind immer wieder vor neue Aufgaben, wobei Frustration und temporäre Krisen genauso dazugehören wie Erfolge und Bestätigung. Auch können Entwicklungsverzögerungen, oft auch bedingt durch externe Belastungen, bei Kindern beobachtet werden.

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Soziale Erfahrungen mit anderen Kindern

Schon ganz kleine Kinder haben Vorlieben und interessieren sich für manche Kinder ganz besonders. Auch später sind für Kinder die Erfahrungen und der Umgang mit anderen Kindern für das Aneignen von Sozialkompetenz von grosser Bedeutung. Innerhalb der Familie können Geschwister von klein auf soziales Verhalten aneinander üben und nehmen damit grossen Einfluss auf ihre Entwicklung. Indem sie sich mit Ebenbürtigen messen lernen Kinder die eigenen Stärken und Schwächen kennen.

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Familie

Die familiäre Wirklichkeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, wird doch in der Schweiz heutzutage fast jede zweite Ehe geschieden. Die daraus entstehenden alternativen Familien- und Lebensformen stellen die betroffenen, sehr oft minderjährigen Kinder vor grosse Herausforderungen. Jedoch gab es auch schon in früheren Zeiten aus verschiedenen Gründen Familien, die auseinander gerissen wurden. Grosse Unterschiede zu früher gibt es in der Rolle, die Kindern heute zukommt.

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Bildung

Bildung ist ein viel verwendeter Begriff, dessen Definition jedoch unscharf und je nach Zeitgeist und Menschenbild verschieden ist. Kinder, deren Recht auf Bildung in der UNO-Kinderrechtskonvention verankert ist, bilden sich dabei auf ihre ganz eigene Weise. An uns Erwachsenen, den Eltern und den staatlichen Institutionen liegt es, Bildungsprozesse zu ermöglichen und Raum für Bildung für die Kinder zu schaffen.

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Kinderbetreuung – Familienergänzende Betreuung

Liebe, Anregung, Fürsorge, Pflege und Sicherheit sind für das heranwachsende Kind unerlässlich. Wichtigste Bezugsperson ist oft die Mutter, wobei sich heutzutage immer mehr Eltern die Kinderbetreuung aufteilen. Auch Geschwister oder Grosseltern können zu wichtigen familiären Bezugspersonen werden. Die familienergänzende Betreuung in einer Krippe kann einem Kind gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten, wobei es aber wichtig ist, dass die Gestaltung des Alltags sorgsam auf das Kind abgestimmt ist.

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Das kindliche Spiel

Spielen ist bei Kindern Ausdruck von Neugier, Bewegungsdrang, Kreativität, Lernlust und Wissensdurst. Wie und was Kinder spielen ist unterschiedlich und variiert je nach Entwicklungsstand. Jede Entwicklungsphase, vom Säugling bis zum Jugendlichen, bringt ihre eigenen Spielformen und –arten mit sich. Je älter Kinder werden, desto wichtiger sind Spielkameraden respektive Freunde für sie. Auch der kindliche Bewegungsdrang will natürlich beim Spielen berücksichtigt werden.

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Säuglinge – kompetent und bedürftig

Jedes Kind bringt eigene körperliche und seelische Anlagen mit auf die Welt, entwickelt sich rasch und hat dabei ständig neue Aufgaben zu bewältigen, was schon bei der Geburt anfängt. Gesundes Aufwachsen pendelt dabei im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Anregung. Obwohl ein Baby von Anfang an zeigt, ob es ihm gut geht oder nicht, braucht es feinfühlige Eltern, die seine Bedürfnisse anhand von Mimik, Gestik oder Bewegungen erkennen. Junge Eltern können auf verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten wie Kinderarzt, Väter-/Mütterberatung oder Säuglingssprechstunde zurückgreifen.

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Freizeitbeschäftigung

Zeit ist in der modernen Gesellschaft ein wertvolles und knappes Gut, auch für Kinder. So hat die Strukturierung der kindlichen Freizeit zur Folge, dass heute eher wenig gänzlich unverplante Zeit vorhanden ist. Eine gewisse zeitliche Autonomie ist für Kinder aber genauso wichtig wie Familienzeit und sinnvolle Freizeitaktivitäten. Eine spezielle Rolle in der Freizeitgestaltung spielt das Internet, welches für Heranwachsende sowohl Chancen als auch Gefahren birgt.

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Krankheit – Gesundheit

Gesund sein heisst, dass sich ein Mensch in Körper, Erleben, Empfinden und im sozialen Umfeld wohl fühlt. Krank sein heisst, dass eine Störung der Lebensfunktion im körperlichen oder seelischen Bereich feststellbar ist. Bei Kindern gehört krank sein zu den Entwicklungsaufgaben, um einen eigenen körperlichen Schutz gegen Erreger aufzubauen. Kranke Kinder benötigen Ruhe und Fürsorge und sollen spüren, dass sie krank sein «dürfen». Eine wichtige Vertrauensperson für Kind wie auch Eltern ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt.

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Tagesstruktur und Rhythmen

Kinder brauchen genügend Schlaf, um den Anforderungen des Tages gerecht zu werden. Wo das Kind schläft und mit wem es das Zimmer teilt, ist aber je nach Familie und Kultur unterschiedlich. Jedoch benötigen kleinere wie auch grössere Kinder Regelmässigkeiten und Strukturen im Alltag. Diese geben ihnen die nötige Sicherheit, da sie noch nicht über die nötige eigene innere Struktur verfügen.

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Zeit

Kinder erleben Zeit anders als Erwachsene. Je kleiner sie sind, desto mehr leben sie in der Gegenwart. Das Verständnis für den Ablauf der Zeit entwickelt sich in den ersten Kinderjahren, wobei die Orientierung in der Zeit wichtig ist für die Fähigkeit, sich konzentrieren zu können oder planend vorzugehen. Schwierige Erlebnisse wie etwa der Umzug in ein neues Zuhause lassen sich für das Kind einfacher einordnen, wenn es einen Zeitbegriff hat.

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